Standort Bebelplatz – Unter den Linden, Berlin – Mitte
erstellt 1995
Künstler Micha Ullmann  –  israelischer Künstler + Bildhauer
Kultur-Partner

Bücherverbrennung – die versunkene Bibliothek

Eine Hinweistafel zeigt den Weg von der Straße Unter den Linden in Berlin zum Denkmalplatz der Bücherverbrennung, dem Kunstwerk – Versunkene Bibliothek. Doch zunächst ist auf dem Bebelplatz nicht wirklich etwas zu sehen. Der Platz ist völlig leer, kein Denkmal. Wer aber seine Augen mal zu Boden senkt, der wird fündig. Mittig auf dem Platz befindet sich eine Glasplatte und zweio Hinweistafeln. Die Glasplatte ist verschmutzt, so dass nur sehr wenig zu erkennen ist. Aber es befindet sich ein Raum unter uns. Aufschluss geben schließlich die beiden metallenen Schrifttafeln neben diesem Bodenfenster.

Kultur-Partner  – versunkene Bibliothek – Denkmalplatz Berlin – Mitte

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20.000 Bücher – ein Raub der Flammen

Ein Zitat von Heinrich Heine von 1820 wird 113 Jahre später zur bitteren Wahrheit werden.

„Das war nur ein Vorspiel,
dort, wo man Bücher verbrennt,
verbrennt man am Ende auch Menschen.“

Im Mai 1933 ließen die Nationalsozialisten etwa 20.000 Bücher öffentlich verbrennen, die nicht in ihre Ideologie passten. Unter dem Vorwand, dass diese Bücher „undeutsch“ seien und „die sittlichen und relgiösen Grundlagen untergraben“ würden, wurden Bücher und wissenschaftliche Publikationen u.a. von Heinrich und Klaus Mann, Rosa Luxemburg, Karl Marx und Sigmund Freud aus den Bücherregalen der alten Universitätsbibliothek am heutigen Bebelplatz entfernt und auf einem großen Berg verbrannt. Diese Bücherverbrennung fand in vielen Städten der damaligen Republik zur gleichen Zeit statt.

Versunkene Bibliothek in Berlin, Unter den Linden

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Blick in die versunkene Bibliothek

Die dicke Glasscheibe gibt difus den Blick frei in einen fast leeren Raum unter dem Bebelplatz. Bücherregale sind zu erkennen. Hier wäre Platz für etwa 20.000 Bücher. Der Raum soll ca. 25 m² oder auch 50 m² groß sein, die Angaben sind unterschiedlich. Die versunkene Bibliothek hat keinen Zugang. So ist eben nur der Blick in die Tiefe möglich.

Micha Ullmann, ein israelischer Künstler hat dieses Denkmal geschaffen, bzw entworfen. 1995 wurde das Denkmal versunkene Bibliothek realisiert. Micha Ullmann, lebt in Israel, hatte aber zahlreiche Lehrtätigkeiten und Professuren an deutschen Kunstakademien. Daher schuf er auch mehrere Kunstwerke in Deutschland für den öffentlichen Raum. Seine Kunstwerke wurden auch für die neue Nationalgalerie und das Jüdische Museum in Berlin angekauft.

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